Der Einfluss des mobilen Internets auf das Kaufverhalten

Michael Turbanisch 21. April 2012 1
Der Einfluss des mobilen Internets auf das Kaufverhalten

Smartphones. Die kleinen Telefone, die die mobile Internetnutzung revolutionierten, sind bei einem Großteil der Deutschen kaum noch aus dem Alltag wegzudenken. Hiervon profitieren nicht nur die Telefonanbieter. Dank zahlreicher Applikationen hat sich auch das Kaufverhalten der Smartphone-Nutzer erheblich gewandelt.

Doch warum ändert sich das Kaufverhalten bei Smartphone-Nutzern? Wer sich diese Frage stellt, sollte sich mit seinem eigenen Kaufverhalten im Internet auseinandersetzen. Onlineshops bieten die ideale Grundlage, um zügig, problemlos und unkompliziert Produkte zu erwerben. Beinahe 90 Prozent der deutschen Bevölkerung haben bereits ein oder mehrere Produkte über das Internet gekauft. Wird dieses Verhalten auf die mobile Internetnutzung übertragen, lässt sich die Entwicklung des Kaufverhaltens rasch nachvollziehen. Das Smartphone ist eine ideale Hilfe, um Preise beim städtischen Shoppingtrip zu vergleichen, Informationen über Produkte einzuholen oder auch um die häufig höheren Preise der niedergelassenen Geschäfte zu umgehen.

Internetlastiges Kaufverhalten der Masse

Achtzig Prozent der Smartphone-Besitzer verlassen das Haus nicht ohne ihr Smartphone. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene binden das mobile Gerät stark in ihr Kaufverhalten ein. Neben Büchern, CDs und MP3s, aber auch Konzertkarten oder Fußball Bundesliga Tickets, nutzen viele Jugendliche ihr Smartphone, wenn sie Kleidungsstücke erwerben. Die ausgewählten Stücke bspw. von Carhartt oder Adidas werden vor dem Kauf in sozialen Netzwerken präsentiert. Bevor der Kauf fortgeführt wird, geben Freunde eine Bewertung ab, die maßgeblich zur Kaufentscheidung beiträgt. Auch im Elektronikbereich findet das mobile Internet immer häufigeren Gebrauch. Während es vor der Anschaffung anzuraten ist, sich Geräte vor Ort genau anzusehen und diese im Rahmen der Möglichkeiten zu testen, können direkt vor Ort Preisvergleiche oder günstigere Anbieter über das Smartphone herausgefunden werden. Der Nachteil liegt hier ganz klar beim stationären Handel. Dieser muss sich stark an der Internetgemeinde orientieren, um zumindest preislich mitzuhalten. Dass dies kaum möglich ist, wird deutlich, wenn die Mehrkosten des Personalaufwands, der Lagerhaltung und der Geschäftsmiete einberechnet werden. Dennoch können auch örtliche Geschäfte von der mobilen Internetnutzung profitieren. Maßgeblich ist, dass zumindest ein gewisser Bestandteil der ausgestellten Produkte über einen firmeneigenen Onlineshop erhältlich ist.

Apps dienen der Umsatzsteigerung

Wie wird diese Entwicklung in Zukunft verlaufen? Experten sind sich einig, dass die mobile Internetnutzung noch am Anfang ihrer Möglichkeiten steht. Die zahlreichen Apps für Smartphones und Tablets beeinflussen das Kaufverhalten nicht nur indirekt. Innovative und moderne Unternehmen haben diesen Faktor schon längst erkannt und bieten Apps für den Großteil der Smartphones an, die einen Onlinehandel im kleinen Format simulieren. Ist die App erst einmal geöffnet, können Nutzer innerhalb weniger Klicks die gewünschte Ware erwerben – und umgehen die häufig langen Ladezeiten einer nicht auf die mobile Nutzung angelegten Internetseite.

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Auch die sogenannten QR-Codes verändern das Kaufverhalten. QR-Codes sind ausschließlich auf Smartphones und Tablets ausgelegt, sodass direkt die gewünschte Zielgruppe erreicht wird. Sieht ein Kunde beispielsweise auf der Straßenwerbung ein interessantes Produkt, lassen sich die Informationen über das Einscannen des Codes aufrufen. Die meisten Unternehmen stellen auf der Informationsseite zum Produkt die Kaufoption offen. Gerade diese kurzentschlossenen, zuvor nicht geplanten Käufe mithilfe der Smartphone-Nutzung erhöhen die Statistik enorm.

Studie offenbart die Richtung

Um eine Ahnung zu erhalten, in welche Richtung sich das Kaufverhalten der deutschen Konsumenten in naher Zukunft entwickelt wird, hilft eine amerikanische Studie weiter. Die von Google in Auftrag gegebene Studie zeigt die tatsächliche Nutzung von Smartphones während des Weihnachtsgeschäfts 2011 in den USA auf. Hierbei wurde deutlich, dass der gefürchtete Niedergang des örtlichen Handels wohl nicht zu befürchten ist. Zwar informieren sich 46 Prozent der Kunden online über ein Produkt, erwerben dieses jedoch im örtlichen Handel. Die Käufer nutzen allerdings die diversen Preisvergleichsportale, um den günstigen Händler im Einzugsgebiet herauszufinden. Der direkte Onlineerwerb ist jedoch kaum aufzuhalten. 37 Prozent der Befragten gaben an, dass sie auf dem Smartphone Informationen über Produkte suchen und diese später in einem Onlineshop erwerben. 41 Prozent verzichten sogar auf den Umstieg auf einen PC oder ein Notebook, um den Onlinekauf zu tätigen. Diese Personengruppe nutzt häufig Apps, um Einkäufe zu tätigen. Erstaunlich ist, dass nur ein geringer Personenanteil nach der Recherche einen örtlichen Händler besucht und das Produkt später im Onlinehandel erwirbt. Dies wird mitunter mit dem entstehenden Zeitverlust begründet.

Aus dieser Studie wird deutlich, dass Unternehmer neue mobile Strategien entwickeln müssen, um den geänderten Kundenansprüchen zu genügen. Die Nutzung der Smartphones und Tablets nimmt in der Zukunft deutlich zu. Wer heute nicht schon auf Onlineshops, optimierte Produktbeschreibungen und QR-Codes setzt, wird in Zukunft Schwierigkeiten haben, seine Produkte der breiten Masse zugänglich zu machen.

One Comment »

  1. Georg 23. April 2012 at 23:14 - Reply

    Hallo Michael,
    ich kann Deinen Beitrag nur zustimmen. Ich sitze selbst vor meinem iPad und arbeite großteils mit mobilen Geräten.

    Viele Grüsse

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